Glossar - Telekommunikation

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AM Amplitudenmodulation ist eine gebräuchliche Form der Modulation; eine andere ist FM oder Frequenzmodulation. Modulation ist der Prozess, bei dem ein Sprach-, Video- oder digitales Basebandsignal (Informationssignal) ein höherfrequentes Signal (Trägersignal) modifiziert. Durch das modulierende Informationssignal können drei grundlegende Eigenschaften des Trägers verändert werden: die Amplitude, die Frequenz und/oder die Phase. Bei der AM-Modulation variiert das Basisband-Informationssignal die Amplitude des höherfrequenten Trägersignals. Die AM-Modulation erzeugt sowohl obere als auch untere Seitenbänder, die sich in einer spektralen Darstellung des Signals oberhalb und unterhalb der Trägersignalfrequenz befinden.

ADM Add/Drop-Multiplexer, ein Multiplexer, der das Auslesen oder Einfügen einer Information aus einem Multiplexsignal ohne ein vollständiges Demultiplexen dieses Signals ermöglicht.

Add/Drop ohne Kollision Die Fähigkeit, auf Daten im Glasfasernetzwerk nahtlos zuzugreifen, sie abzurufen und einzufügen, ohne andere Datenströme zu stören.

ANSI American National Standards Institute, die Koordinierungsstelle für freiwillige Normungsgruppen innerhalb der USA; ANSI ist Mitglied der ISO, der Internationalen Organisation für Normung.

AON All-Optical Network ist ein Begriff, der bisher ausschließlich für die Beschreibung von WDM-Netzwerken verwendet wird und bedeutet, dass mehrere Kanäle unterschiedlicher  optischer Wellenlängen für Switching, Routing oder Distribution unter fast vollständigem Ausschluss von Elektronik ausgenutzt werden. AONs werden als Single-Hop oder Multi-Hop klassifiziert, was definiert, ob jeder Knoten in einem Netzwerk einen oder mehrere Hops von jedem anderen Knoten in dem Netzwerk entfernt ist. Beispiele für Multi-Hop-Netzwerke sind das deBruijn-Netzwerk, das Shuffle-Netzwerk und sein bidirektionales Äquivalent, das Banyan-Netzwerk.

APD Lawinenphotodioden (Avalanche Photo Diode) sind Halbleiterbauelemente, die Licht (sichtbar oder IR) in Strom umwandeln, während sie den internen Strom verstärken, vergleichbar mit einem Photomultiplier. APDs benötigen nur sehr wenige Photonen (Lichtteilchen) um nützliche Stromausgänge zu produzieren.

ASK-Amplitudentastung, eine Form der Modulation, bei der die Amplitude moduliert wird, während Trägerfrequenz und Phase konstant gehalten werden. In der Praxis wird die Amplitude meistens während der Übertragung von "0"-Bits auf null gesetzt. Diese Form der ASK heißt On-Off-Keying (OOK) und ist identisch zu einem ähnlichen Modulationsschema, dass üblicherweise für nicht kohärente (IM/DD, siehe unten) digitale Lichtwellensysteme eingesetzt wird. Hier wird ein Vergleichswert (vermutlich ungefähr 10.000 Wörter) angegeben, der ASK, PSK und FSK veranschaulicht. (Siehe unten für die Definition.)

ATM Asynchroner Übertragungsmodus, einem zellenorientierten Kommunikationsprotokoll, das die Fähigkeit hat, mehrere logische Verbindungen in einer physikalischen Verbindung herzustellen. ATM ist eines der vielen Protokolle, die für die Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung auf Glasfasernetzwerken verwendet werden. Ein weiteres wichtiges Protokoll ist Ethernet TCP/IP. Eine der wesentlichen Einschränkungen dieser beiden Verfahren ist, dass der gesamte Netzverkehr über jeden Knoten abgewickelt werden muss. Bisher war die Verarbeitungsgeschwindigkeiten auf die von der Elektronik verarbeitbare Datenrate begrenzt (ca. 10 Gb/s).

Backbone Der Hochgeschwindigkeitskanal oder -kanäle bilden die primäre Strecke der Informationsübertragung zwischen Netzwerksegmenten. 

Bandbreite Die Bandbreite, die in Hertz (Hz) gemessen wird, ist der Teil des elektromagnetischen Spektrums, der durch ein Signal oder Gruppen von Signalen belegt ist. Die Bandbreite ist eine typische Charakteristik für einen informationsübertragenden Kanal. Die Bandbreite hängt auch mit der Bit-Übertragungsfähigkeit eines Informationskanals und seinen internen Rauscheigenschaften zusammen, ausgedrückt durch das bekannte Shannon-Hartley Gesetz: Kanalkapazität [Cs] = B[Hz]*log2(1+S/N[dB]), 

worin B die Bandbreite des Kanals ist, gemessen in Hz, S/N das Signal-Rausch-Verhältnis in dB und die Kanalkapazität in Bits pro Sekunde [b/s]. Das Rauschen im Kanal wird als gaußverteilt (normal) angenommen.

BER Bitfehlerrate oder -verhältnis, die Wahrscheinlichkeit einer falschen Erkennung eines Bits von der Entscheidungsschaltung des Empfängers. Eine BER von 2x10 -9 entspricht durchschnittlich 2 Fehlern pro Milliarde empfangener Bits. Die Empfängerempfindlichkeit wird oft durch die minimale durchschnittliche optische Empfangsleistung, Prec [W], festgelegt, die vom Empfänger benötigt wird, um mit dieser BER zu arbeiten.

Brechungsindex Ein Maß für die relative Lichtgeschwindigkeit im Medium verglichen mit der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum. Der Brechungsindex ist eigentlich eine komplexe Zahl, deren Realteil  n, das Verhältnis von c/vm ist, wobei vm die Geschwindigkeit im Medium [m/s] und c die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, 3,0x10 8 m/s darstellt. Der Imaginärteil des Brechungsindex, k, der Extinktionskoeffizient, ist auch als Schwächungsmaß für Lichtwellenkomponenten wichtig. Der Extinktionskoeffizient, k, hängt mit dem Dämpfungskoeffizienten, a [dB/km], zusammen, wobei l die Wellenlänge des übertragenen Lichts auf der Faser ist, im einem Vakuum gemessen. Die Eingangsleistung einer Faser mit einer Länge L [km], z.B. Pin, wird zu einer Ausgangleistung an dem anderen Ende der Faser, Pout, vermindert. Die fundamentale Grenze für singlemode Glasfaser liegt bei ungefähr 0,15 dB/km für l = 1550 nm Wellenlänge.

Bit A binär (Basis 2) Ziffer. Dies ist die kleinste Informationseinheit und wird gewöhnlich durch eine 0 oder eine 1 annotiert. Acht Bits an Informationen entsprechen einem Byte.

BL Das Bitrate-Längen-Produkt, gemessen in [Gb/s km], ist ein Qualitätsmaß eines Kommunikationssystems hinsichtlich seiner Bitkapazität [Gb/s] und der Länge [km] zwischen Repeaterstationen. Mit dem Aufkommen der Lichtwellenträger ist dieses Maß um mehrere Größenordnungen gewachsen und ersetzt den Mikrowellenrichtfunk mit Effizienzen von 100 Mb/s-km aus den 1970er Jahren. Der kohärente Laser und das Aufkommen von Low-loss Lichtwellenleiterkabeln waren beide Mitverursacher dieses Anstiegs. Heutige optische Kommunikationssysteme nähern sich 100 Tb/s-km BL Leistungszahl mit DCF an. (Siehe unten für die Definition.)

bps oder (b/s) Bits pro Sekunde, die Übertragungsrate, die für digitale Informationen verwendet wird. Ähnliche Maße werden für Beschreibungen hoher Datenraten wie, Kb/s für Kilobits (1000 Bit) pro Sekunde, Mb/s für Megabit (1 Million Bit) pro Sekunde verwendet, Gb/s für Gigabit (1000 Megabit) pro Sekunde und Tb/s für Terabit (1000 Gigabit) pro Sekunde.

BPF Bandpass, ein Filter mit deutlichen Abschwächungseigenschaften außerhalb eines bestimmten Frequenzbereichs. BPFs werden häufig verwendet, um das bei der AM-Modulation erzeugte obere Seitenband zu eliminieren, so dass nur ein Einseitenband (SSB) und ein verkümmertes Trägersignal zur Übertragung übrigbleibt.

Broadband Ein Datenübertragungsschema, bei dem sich mehrere Signale die Bandbreite (BW) des Mediums teilen. Die Breitbandtechnik ermöglicht die gleichzeitige Übertragung von Sprach-, Video- und Daten-Signalen über einen einzigen Datenträger (Kupfer oder Glasfaser). Kabelnetzbetreiber verwenden ähnliche Techniken, um hunderte von Fernsehkanälen und den Internetzugang ins Haus zu bringen. 

Campus-Level Network Diese Netzwerkform ist ein Unternehmensnetzwerk (siehe untenstehende Definition). Manchmal als Fiber-to-the-Office (FTTO) Netzwerk definiert.

Carrier Ein Carrier (Netzbetreiber) ist ein Unternehmen, das Kommunikationsschaltungen liefert. Netzbetreiber sind entweder "privat" (die sich weigern können, Ihnen ihre Dienste zu liefern) oder „öffentlich" (diese müssen Ihnen ihre Dienste anbieten), die als Grundversorger festgelegt sind und damit der Allgemeinheit dienen müssen, um weiter bestehen zu dürfen. Einige Beispiele für öffentliche Netzbetreiber sind: AT&T, MCI US, Sprint, etc. (Siehe auch, CO Carrier Office - Vermittlungsstelle)

CATV Cable TV oder Community Access Television, ein System zur Übertragung und lokalen Distribution von zahlreichen Fernsehkanälen, oft werden Glasfaser- und elektronische Verbreitungswege verwendet.

CDM Code Division Multiplexing, ein Multiplexverfahren, dass eine Art Spread-Spectrum-Technik verwendet, durch die der Benutzer zu einem beliebigen Zeitpunkt auf einen beliebigen Kanal willkürlich zugreifen kann. Jeder Kanal ist so kodiert, dass sich sein Spektrum über einen viel größeren Bereich spreizt, als vom ursprünglichen Signal belegt wurde. Spektrale Spreizung erfolgt mittels eines Codes, der vom eigentlichen Signal unabhängig ist. Der Empfänger verwendet den gleichen Code zur Komprimierung des Signalspektrums und Wiederherstellung der Daten beim Empfang. CDM-Signale sind aufgrund der Art des kodierten übertragenen Signals nur schwer zu stören oder abzuhören. Der Spektrum-Spreizcode wird auch als Signatursequenz oder -schlüssel bezeichnet. Ein Verfahren zur Spektrumspreizung ist das Frequenzspringen, bei dem die Trägerfrequenz gemäß einem vorher zugewiesenen Code regelmäßig verschoben wird. Diese Situation unterscheidet sich dahingehend deutlich vom WDM, dass eine feste optische Trägerfrequenz nicht einem bestimmten Kanal zugewiesen ist.

CDMA Carrier detect multiple access, eine Protokollart, die in der Computer-zu-Computer-Kommunikation verwendet wird. Auch Code Division Multiple Access, eine Art Spreizspektrumkommunikation, die primär in Mobiltelefonen von QUALCOMM und in einigen faseroptischen Kommunikationssystemen verwendet wird. Durch CDMA werden sehr deutliche Grenzen der Übertragungsgeschwindigkeit bei Lichtwellenleitern vorgegeben, insbesondere da die Anzahl der Benutzer auf einer gegebenen Faserverbindung zunimmt.

Chirp (Zirpen) - Zirpen ist die Ausgabe mehrerer optischer Trägerfrequenzen (Wellenlängen) durch Strommodulation des Laserresonators und wird manchmal auch als Frequenzchirpen bezeichnet. Laser-Zirpen kann mit externen Laser-Modulationsverfahren vermieden werden, die auch eine Modulation bei viel größeren Bandbreiten ermöglichen, als bei der Strommodulation. Durch Laserverstärker kann Zirpen auch bei Glasfaserkommunikationssystemen auftreten.

CLEC Competitive Local Exchange Carriers, das sind die US-amerikanischen Netzbetreiber, die beim Zerfall der Bell Telephone Company übrig geblieben sind, wie PacTel, US West und Bell Atlantic. Die CLECs haben Millionen Meilen an Glasfasernetzwerken verlegt.

CNR Carrier to Noise Ratio, dt. Träger-Rausch-Verhältnis [dB], das Verhältnis des RMS (Effektivwert) Trägerleistung zum Effektivwert der Rauschleistung am Ausgang des Photodetektors. Eine Formel beschreibt das Träger-Rausch-Verhältnisses in Abhängigkeit von m, dem Modulationsindex für den Kanal, der Ansprechempfindlichkeit des Detektors, R, der durchschnittlichen optischen Leistung, Prec [W] und der Effektivwerte der verschiedenen Störströme, die in Verbindung mit Schrotrauschen (SN), thermischem Rauschen (TN), relativem Intensitätsrauschen (RIN) und Intermodulationsverzerrungen (IMD) stehen.

CO Central Office, dt. Vermittlungsstelle, die Zentrale eines öffentlichen Netzbetreibers, die dem Kunden den Zugriff auf das geschaltete Netzwerk ermöglicht.

CSMA Carrier Sense Multiple Access, eine Art Netzprotokoll, das in der Regel zusammen mit der Kollisionserkennung verwendet wird, um mehrere Computer zu verbinden und wird als ein weit verbreitetes Protokoll im Internet verwendet.

CW Continuous Wave, dt. Dauerstrich, ein Begriff aus der Anfangszeit des Radios. Er wurde normalerweise verwendet, um die einfachste Form der Informationsübertragung mit der Erzeugung eines Trägers (durch einen RF-Oszillator oder Lichtquelle) zu beschreiben. Informationen, die über einfache CW-Methoden übertragen werden, werden normalerweise durch einen Schlüssel (für das Radio) oder Blenden (auf der Lichtquelle) moduliert, um für eine variierende Zeitspanne präsent zu sein (kurze Dauer waren „Punkte“, Langzeit-Signale waren " Striche "). Mit CW kann auch die Verwendung eines Dauerstrichträgers mit anderen externen Modulationsarten beschrieben werden, um Informationen wie AM und FM zu kodieren. Es wird auch auf dem Gebiet der optischen Kommunikation verwendet, um digitale von analogen Kommunikationstechniken zu unterscheiden. Dies ist möglicherweise eine künstliche Unterscheidung, da nur ein analoges Signal über eine Glasfaser auf einer Lichtwellenlänge gesendet werden kann.

FDDI Fiber-Distributed Data Interface, die standardisierte Schnittstelle für eine Ring-Topologie Glasfaser LAN. (Siehe unten.) Die FDDI arbeitet mit 100 Mb/s unter Verwendung von Multimode-Fasern und 1300nm-Transmittern auf LED-Basis.

FDM Frequency Division Multiplexing, dt. Frequenzmultiplexverfahren (FMX) ist eine Technik für die Übertragung von mehreren optischen Kanälen über die gleiche Faser. Die Übertragung mehrerer optischer Kanäle mit verschiedenen Trägerfrequenzen ist eine einfache Möglichkeit, einen größeren Teil der 1-THz großen Bandbreite der Glasfaser auszunutzen. Aufgrund von Beschränkungen durch Faserdispersion, Nichtlinearität und der relativen Langsamkeit der elektronischen -im Vergleich zu optischen- Komponenten, war die Kanalkapazität typischerweise auf 10 Gb/s beschränkt.

fs Femtosekunde, eine Billiardstelsekunde (10 -15 Sekunden). (Siehe auch Ps/Pikosekunde)

FET Feldeffekttransistor, eine Drei-Anschluss- (Source, Gate und Drain) oder Zwei-Anschluss- (Eingang und Ausgang) Vorrichtung (je nach Vorliebe), die typischerweise als ein Metall-Oxid-Halbleiter-FET (MOSFET), ein Sperrschicht-FET (JFET) oder als ein Metall-Halbleiter-FET (MESFET) konstruiert ist. Jede der drei Vorrichtungen erhält seine endgültigen Eigenschaften durch einen Mechanismus, den Feldeffekt, der der Eingabeport-Spannung ermöglicht, den die Ausgabeport-Strom zu regulieren, indem die Leitfähigkeit des Kanals zwischen Drain- und Source-Anschlüssen verändert wird.

FM Frequenzmodulation, eine Form der Modulation in dem das Basisband-Informationssignal die Trägerfrequenz variiert.

FO Fiber-Optic, dt. Lichtwellenleiter (LWL) (siehe oben für Definition.)

FP Fabry-Perot, ein Mechanismus zur Bereitstellung optischer Rückkopplung indem das Verstärkungsmedium (ein dotiertes Kristall oder Halbleiter) in einen optischen Resonator, der aus zwei Spiegeln gebildet wird, platziert wird. Im Fall von Halbleiterlasern sind keine externen Spiegel erforderlich, da die beiden gespaltenen Laserfacetten als Reflexionsspiegel agieren, wobei es sich bei n um den Brechungsindex des Verstärkungsmediums und bei k um den Extinktionskoeffizienten handelt. Bei Halbleitern ist üblicherweise n = 3,5 und k = 10-4, was eine Facettenreflexion von 30% zur Folge hat. Es können mehrere FP-Resonatoren verwendet werden, um einen sehr wirksamen Interferometer zu erzeugen. (Siehe unten für die Definition.)

FSK Frequenz-Shift Keying, dt. Frequenzumtastung, eine Modulationart in der zwei Frequenzen als jeweils 0 und 1 im Datenstrom festgelegt werden. Dieses Schema ist viele Jahre in Telefon-Modems verwendet worden, um einen binären Datenstrom in einen Satz analoger Signale, der mit dem Audio-Bandpass des Telefonsystems kompatibel ist, zu konvertieren, wodurch Computer Bitströme über das Telefon senden konnten. (Siehe auch UART)

FWM Four-wave mixing, dt. Vierwellen-Mischung, ein Phänomen, das sich aus der Intensitätsabhängigkeit des Brechungsindex ergibt, verursacht durch die nichtlinearen Suszeptibilität dritter Ordnung. Der endliche Wert in Kieselsäurefasern erzeugt ein viertes Frequenzfeld 4, da die drei optischen Felder mit Trägerfrequenzen 1, 2 und 3 sich im Inneren des Faserkerns gleichzeitig ausbreiten. Diese vierte erzeugte Frequenz hat einen Bezug zu den anderen drei Frequenzen: 4 = 1 ± 2 ± 3. Mehrere Frequenzen entsprechend den unterschiedlichen Plus- und Minuszeichen-Kombinationen sind grundsätzlich möglich. Handelsübliche Fasern sind häufig so ausgelegt, dass sie bei der Betriebswellenlänge etwas Restdispersion besitzen, um FWM zu unterdrücken. FWM ist häufig der begrenzende Faktor für Mehrkanalsysteme unter Verwendung von Wellenlängen-Multiplexverfahren, WDM. (Siehe unten für die Definition.)

Gb/s Gigabit pro Sekunde, 1000 Megabit pro Sekunde, ein Maß der Kanalkapazität um Informationen zu übertragen. (Siehe auch Mb/s und Kb/s)

GIPR Gigabit Internet Protokoll Router, ein Hochgeschwindigkeits-Internet-Hybrid, der einen Versuch darstellt, IP-Routing und ATM-Switching-Technologien zu integrieren. Es ermöglicht der IP-Software, eine ATM Switch Fabric direkt zu kontaktieren, dadurch könnte ein GIPR in der Theorie die Vorteile der IP-Interoperabilität mit Vorteilen der hohen ATM-Geschwindigkeit und Dienstqualität-Unterstützung verbinden. Die aktuelle Herausforderung für GIPR-Designer ist es, ein erschwingliches Gerät zu bauen, das genügend CPU-und Speicherzyklen aufweist, um alle IP-Paketverarbeitungen bei Geschwindigkeiten durchzuführen, die die ATM-Schaltungen voll unterstützen und die Multimedia-Anwendungen ermöglichen.

GVD Group-velocity dispersion, dt. Dispersion der Gruppengeschwindigkeit, ein Phänomen, das durch die Frequenzabhängigkeit der Gruppengeschwindigkeit in Abhängigkeit zur fundamentalen Übertragungsart in Singlemode-Glasfasern aufgrund der chromatischen Dispersion verursacht wird. Das Ergebnis ist, dass sich unterschiedliche spektrale Komponenten eines Pulses in geringfügig unterschiedlichen Gruppengeschwindigkeiten bewegen, wodurch ihre jeweiligen Ankunftszeiten am endgültigen Ende der Faser gespreizt werden. GVD wird manchmal auch als intramodale Dispersion oder einfach Faserdispersion bezeichnet. Es wird in ps/(km-nm) gemessen.

INTAP Interoperability Technology Association for Information Processing, die technische Organisation mit dem offiziellen Mandat, japanische OSI (siehe Definition unten), Profile und Konformitätstests zu entwickeln.

Internetwork Ein Datenkommunikationsanlage mit zwei oder mehr Computern, die durch mehrere miteinander verbundene Netzwerkarten (LANs oder WANs) verbunden sind.

IP Internet-Protokoll, ein vereinbartes Kommunikationsprotokoll für das Internet. Glasfasernetzwerke mit IP sind die derzeit effektivsten Bandbreitenkanäle und können eine Mischung aus Sprache, Video und Daten übertragen. (Siehe auch TCP/IP weiter unten.)

ISDN Integrated Services Digital Network, ein n x 64kBit/s digitaler Duplexservice auf Telefonleitungen bis zu 5 km Länge.

ISO International Standards Organization, eine internationaler Normungsverband, der eine 7-schichtiges, offenes Kommunikation-Modell (OSI-Modell) im Detail beschrieben hat und alle Kommunikationssysteme über dem Datenkommunikationsnetzwerk selbst beschreibt. Die sieben Schichten sind, in absteigender Reihenfolge zum Kommunikationsnetzwerk: 1. Anwendungsschicht; 2. Darstellungsschicht; 3. Sitzungsschicht; 4. Transportschicht; 5. Vermittlungsschicht; 6. Sicherungsschicht; und 7. Bitübertragungsschicht. Die letzte Schicht beschreibt die Definitionen der mechanischen und elektrischen Netzwerkschnittstellen, die erforderlich sind um physisch mit dem Datenkommunikationsnetzwerk verbunden zu werden. Über der ersten Schicht ist der Endbenutzeranwendungsprozess.

ITU International Telecommunications Union, Teil der Vereinten Nationen, ist ein internationaler Telekommunikationsdachverband mit 185 Mitgliedsstaaten, der Normen und Richtlinien für die Telekommunikationsindustrie festlegt.

IXC Interexchange Carrier, dt. Fernnetzbetreiber, üblicherweise ein großer, multinationaler Telekommunikationsdienstleister wie AT&T, MCI/Worldcom, US Sprint, Nippon Telephone, Telegraph (NTT) und unabhängige Wettbewerber wie Qwest, BROOKS und Williams. Fernnetzbetreiber (IXCs) waren die ersten, die in WDM-Geräte investiert haben, um ihre bestehenden Glasfasernetze zu maximieren.

Kanal (Kommunikation) Ein Kommunikationskanal, dessen Funktion in einem Medium darin besteht, Datensätze vom Sender zum Empfänger zu übertragen, ohne sie zu verfälschen. Manchmal können mehrere Kanäle in einem einzigen Fasermedium kombiniert werden. Es wird in der Regel angenommen, dass die Kanäle eindirektional sind

LAN Local Area Network, ein Datennetzwerk, bei dem Computer in einem Radius von ein paar Kilometern um einen einzigen, klar definierten geographischen Standort (Ort) verteilt sind. Ein LAN umfasst generell ein Bürogebäude oder eine Gruppe von Gebäuden, einen Campus, eine Fabrik oder dergleichen, mit vielen Knoten (Verbindungsstellen) und verbindet Computer und Peripheriegeräte mit Datenverbindungen von hoher Kapazität.

Lichtwellenleiter Ein dünnes (100nm) Quarzglaskabel mit einem äußeren Mantel und einem inneren Kern mit 5nm-Durchmesser und einem höheren Brechungsindex als der Mantel. (Ein typischer Brechungsindex ist 1,443.)

LEC haben bereits Millionen von Meilen an Glasfasernetzwerken verlegt und tun dies auch weiterhin.

Mb/s Megabit pro Sekunde, ein Maß der Datentransferkapazität des Kommunikationskanals von 1 Million Bit/s.

MAN Metropolitan Area Network, ein Begriff, der Kurzstreckentelekommunikation über einen regionalen Ortsnetzbetreiber beschreibt. (LEC, siehe oben für Definition.) MANs werden auch als Metro-, Interoffice- oder Local-Loop-Kommunikation bezeichnet.

Modensprünge Die plötzliche Verschiebung der Laserdiodenausgabe von einem Längsmodus zum anderen während einem eigentlichen Einmodenbetrieb. (Siehe auch "Zirpen") Dies tritt nur während der Strommodulation des Laserresonators auf, jedoch überhaupt nicht, wenn externe Modulation mit Laser im CW-Betrieb eingesetzt wird.

MUX Multiplexer, eine Vorrichtung, bei der mehrere Datenströme gleichzeitig über ein einziges Kommunikationsmedium, in der Regel eine einzelne Kupfer- oder Glasfaser, gesendet werden können. Durch einen MUX können mehrere Links von einer Schicht (ISO) mit der nächsthöheren Schicht im Kommunikationssystem verbunden werden unter Verwendung von nur einer Verbindung. In DWDM-Systemen werden separate Laser mit unterschiedlichen Wellenlängen („Lichtfarben“) auf eine einzige Faser geMUXt. Am empfangenden Ende eines DWDM-System erfolgt das „deMUXen" der einzelnen Wellenlängen bzw. optische und elektronische Separation, um die einzelnen Datenströme an den Benutzer zu liefern.

OC Optical Carrier, eine Bezeichnung, die als Präfix für die OC-Ebenen der SONET-Standards verwendet wird. OC-1/STS-1, OC-3/STS-3, OC-12, OC-48 und OC-192 bezeichnen Übertragungsstandards für Glasfaserdatenübertragungen in SONET (siehe Definitionen für Sonet und STS) Frames bei Datenraten von jeweils 51,84 MBit/s, 155,52 MBit/s, 622,08 MBit/s, 1244,16 MBit/s und 2,48832 GBit/s.

Optischer Modulator Ein externer Modulator normalerweise aus LiNbO3- oder GaAs- doppelbrechenden Materialien, in denen ein Lichtwellenleiter (Laserlichtpfad) definiert mit einer Form von Oberflächenelektroden eng verbunden wurde, so dass die Modulation mit einem modulierenden RF elektronischen Basisband-Informationssignals möglich ist. Solche externen optischen Modulatoren variieren die Intensität des übertragenen Laserlichtstrahls durch eine Variation des ordentlichen und außerordentlichen Brechungsindex im Material. Dies geschieht durch Koppeln des elektronischen Feldes im RF-Signal an die optische Welle, die den Lichtwellenleiter durchquert.

OSI Open Systems Interconnect, ein Referenzmodell, das die Netzwerkumgebung umfasst und zusätzliche anwendungsorientierte Protokolle und Standards hinzufügt, um Endsystemen (Computern) eine offene Kommunikation miteinander zu ermöglichen. (Siehe auch ISO)

PBX Nebenstellenanlage, eine kleinere Version des Schaltsystems (oder Switch) in der Zentrale einer Telefongesellschaft.

Photodiode Eine Zwei-Elektroden, optisch-strahlungsempfindliche Vorrichtung mit einem Halbleiterübergang (Si, Ge, GaAs, InGaP, etc.) um ankommende Photonen (optische Leistung) in Elektron-Loch-Paare (elektrische Leistung) umzuwandeln. Der resultierende Sperrstrom ändert sich proportional zur Beleuchtungsstärke, die in Watt gemessen wird. Die Leistung von Fotodioden wird oft in Form ihrer Leistungsumwandlungseffizienz in A/W gemessen, wobei der resultierende Strom in Ampere von einer gegebenen Beleuchtungsstärke in Watt abhängt. Ein weiteres Maß für die Leistung kann bezüglich der Anstiegszeit (üblicherweise gemessen in ps) gegenüber einem kurzen Impuls des ankommenden Lichts (z.B. mit einer Dauer von wenigen fs) oder dessen Bandbreite (BW) in GHz gemessen werden.

Photonik Die Wissenschaft der Verwendung von Photonen statt Elektronen. Photonische Vorrichtungen basieren auf photonischen Quellen, optischen Bauelementen und Lichtwellenleitern, die Licht auf eine oder zwei Dimensionen beschränken. Photonische Bauelemente wie z.B. Switches, Verzweigungselemente sowie opto-elektronische Computerlogikblöcke sind erhältlich. Datenratenerhöhungen in der Größenordnung von 10.000 sind im optischen- gegenüber dem elektronischen Bereich möglich.

PON, Passives optisches Netzwerk, ein WDM-Computernetz, in dem ein passiver Sternkoppler verwendet wird, um den gesamten Datenverkehr zu jedem Knoten zu liefern, wodurch keine aktives Switching mehr erforderlich ist. In optischen WDM-Netzen wird die optische Kanalwellenlänge zum Switching, Routing oder zur Distribution jedes Kanals zu seinem Bestimmungsort verwendet, was zu einem vollständigen optischen Netzwerk (AON) führt.

ps Pikosekunden, 10 -12 Sekunden, ein Maß für sehr kurze Zeitintervalle. (siehe fs oben).

PSK Phase Shift Keying, dt. Phasenmodulation, ein digitales Modulationsschema, bei dem die Ausgangsinformation durch die Phase einer sinusförmigen Wellenform getragen wird.

SDH Synchrone Digitale Hierarchie, die europäische Version des SONET-Standard mit zwei wesentlichen Unterschieden: 1. Die Terminologie; 2. Die grundlegende Übertragungsrate in der SDH ist äquivalent zu SONETs OC-3/STS-3 Rate (d.h. 155,52 MBit/s). Im Gegensatz zu der bestehenden plesiochronen digitalen Hierarchie (PDH) erlaubt SDH den direkten Zugriff auf Nebensignale ohne ein Demultiplexen des Summensignals. Das reduziert die Kosten der Netzwerkknoten, da direktes Multiplexing billiger ist als schrittweises Multiplexing. Darüber hinaus unterstützt SDH durch die Bereitstellung von mehreren eingebetteten Kanälen erweiterte OAM-Techniken (Managementfunktionen für die Verwaltung und Überwachung von Netzwerken). SDH unterstützt auch einen Verkettungmechanismus, so dass niederfrequente Nutzsignale kombiniert (gemultiplext) werden können, um höherfrequente Nutzsignale zu bilden. Der Frame im SDH wird als synchrones Transportmodul-1 (STM-1) bezeichnet. Er besteht aus 2430 Bytes, als eine 9-Zeilen-mal-270-Spalten-Struktur, vergleichbar mit dem Frame bei SONET. STM-N-Frames unterstützen Übertragungsraten von Nx155,52 MBit/s. Die Kompatibilität zwischen SDH und SONET ermöglicht Interoperabilität auf der administrativen Unit-4 (AU-4)-Ebene. SDH unterstützt Breitbanddienste wie das Broadband-Integrated Services Digital Network (B-ISDN).

SONET Synchronous Optical Network, ein physikalisches Übertragungsmedium, dass im Gigabit-pro-Sekunden-Bereich arbeiten kann. SONET ist durch einen Satz an elektrischen und optischen Vorgaben definiert. Der Grundbaustein von SONET ist die Synchronous Transport Signal Level-1 (STS-1). Hierbei handelt es sich um eine serielle Übertragung mit 51,840-MBit/s mittels eines optischen Signals des optical carrier level-1 (OC-1). Obwohl SONET physisch seriell übertragen wird, ist es konzeptionell einfacher, es sich in Bezug auf Bytes vorzustellen. Die Gruppierung von einer festgelegten Gruppe von Bytes im STS-1 wird als Frame bezeichnet. Ein STS-1-Frame besteht aus 6480 Bits, das sind 810 Bytes Die Bytes in einem Frame werden in der Regel als 90 Spalten mit 9 Reihen dargestellt. Die Bytes werden in der oberen Reihe von links nach rechts nummeriert, bis 90 erreicht ist, dann weiter in der zweiten Reihe wieder von links nach rechts beginnend mit Byte 91. In einem gegebenen Byte, wird das höchstwertige Bit zuerst übertragen. Diese Gruppe von Bytes (der STS-1-Frame) wird mit 125 ms übertragen, so dass 8000 Frames pro Sekunde übertragen und empfangen werden. Alle höheren Datenübertragungsstandards sind einfache ganzzahlige Vielfache der OC-1/STS-1-Datenrate.

Sternkoppler In einer Sternkoppler-Topologie sind alle Knoten über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit einem zentralen Knoten, Hub oder einfach Stern genannt, verbunden. Solche LAN-Konfigurationen sind weiter in aktive oder passive-Sternnetzwerke unterteilt, je nachdem, ob der zentrale Knoten eine aktive oder passive Vorrichtung ist. Bei einer aktiven Sternkonfiguration werden alle eingehenden optischen Signale durch die Verwendung von optischen Empfängern in den elektrischen Bereich umgewandelt. Das elektrische Signal wird dann auf die Transmitter der einzelnen Knoten verteilt. Der Switching-Betrieb kann ebenfalls an dem zentralen Knoten ausgeführt werden, da die Distribution im elektrischen Bereich erfolgt. Bei der passiven Sternkonfiguration findet die Distribution im optischen Bereich durch Vorrichtungen wie Richtkoppler statt, damit hängt die übertragene Leistung an jeden Knoten invers von der Anzahl der Benutzer ab und erfährt möglicherweise zusätzliche Verluste aufgrund der Einfügungsverluste der Richtkoppler.

STM Synchronous Transfer-Modul, ein innerhalb des SDH (siehe SDH) definierter Frame. STM ist die Standardmethode der internationalen Netzbetreiber, um Zeitfenster oder Kanäle zuzuweisen.

Switching und Routing und Routing Da alles, was auf einer optischen Faser übertragen wird als elektrischer Impuls beginnt, müssen solche Datenströme in optische Form umgewandelt werden. Schalter und Router wandeln die elektrischen Impulse durch Modulieren eines Lasers um, so daß die analogen Variationen im Licht die Informationen des Basisbandsignals übertragen. Photonische Switches erfüllen zwei Arten von Switching (Datenpfad-Änderungen): 1. Call-by-Call-Switching, ein Ergebnis der Echtzeit-Eingabe von Kunden, die eine Verbindung zwischen sich selbst und anderen Endpunkten hergestellt haben wollen; und 2. Schutzumschaltung, die normalerweise in einem nationalen Hochgeschwindigkeitsnetz durchgeführt wird, um Verbindungen nach erheblichen Beschädigungen im Faser- oder Kabelteil des Netzwerksverbindungsschalters wiederherzustellen.

Träger 1.) Ein Träger ist typischerweise ein analoges Signal, dass auf drei verschiedene Arten mit einem Nutzsignal moduliert werden kann: Amplitudenmodulation (AM), Frequenzmodulation (FM) oder Phasenmodulation (PM), um das Nutzsignal (Information) zu übertragen [daher der Name „Träger“].

T1, T3 T1 ist ein US-spezifischer digitaler Übertragungsdienst mit einer Grunddatenrate von 1,544 MBit/s Duplexservice bis zu einer Entfernung von 1,5 km auf Telefonleitungen. T3 entspricht 28 T1-Schaltungen, was einer Kapazität von 44,736 MBit/s entspricht.

Tb/s Terabit pro Sekunde (1000 Gigabits pro Sekunde), ein Maß der Übertragungskapazität, das für optische Hochgeschwindigkeitsdatensysteme eingesetzt wird.

UART Universal Asynchronous Receiver Transmitter, ein digitaler IC, um Parallel-zu-Seriell und Seriell-zu-Parallel-Datenübertragungen durchzuführen. Die meisten Datenübertragungen und Vorgänge im Inneren des Computers sind parallel, aber Datenkommunikationssysteme sind serieller Natur. Ein UART nutzt FSK (siehe Definition oben)-Modulatoren und -Demodulatoren, um seine ankommenden und abgehenden seriellen Datenströme zum Telefon zu kommunizieren.

VPN (Internet) Virtual Private Network, ein Kommunikationssystem, das von vielen großen und kleinen Unternehmen eingesetzt wird und das den Verbund des Internets unter Verwendung von kryptographischen Techniken nutzt, um die Privatsphäre der Kommunikation zu garantieren.

WAN Wide Area Network, eine Datenkommunikationseinrichtung mit zwei oder mehr Computern, wobei sich die Computer an unterschiedlichen Orten befinden. (Siehe auch LAN-und Internet)

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